Bist du ein hochsensibler Mensch?

Hast du dich schon einmal gefragt, wie es kommt, dass du in vielen Situationen Details aufnimmst, die andere gar nicht bemerken? Warum du Gerüche, optische und akustische Eindrücke intensiver und facettenreicher wahrnimmst als andere? Hast du ein feines Gespür für Harmonie oder Disharmonie, für zwischenmenschliche Spannungen? Analysierst du dich und andere sehr genau? Fühlst du dich schnell überwältigt und erschöpft durch zu viele Sinneseindrücke? 

 

Hast du das Gefühl ,,anders" zu sein, als die anderen?

Hochsensible Menschen nehmen Sinneseindrücke von Natur aus viel intensiver wahr als andere. Die möglichen Erscheinungsformen von Hochsensibilität sind sehr weit gefächert. Jeder Sinneseindruck kann tiefer, stärker und damit detailierter wahrgenommen werden.

Leider wissen viele gar nichts von der Ursache für Ihre erhöhte Aufnahmefähigkeit.

 

Hochsensible Menschen haben eine vielzahl wunderbarer und wertvoller Fähigkeiten.

 

Strömen jedoch zu viele Eindrücke auf die hochsensiblen Menschen ein, kann es zu Reizüberflutung kommen. Aufgrund ihrer tiefen Empfindsam- und Feinfühligkeit, haben sie in der ,,normalen" Welt nicht nur oft Schwierigkeiten, sondern entwickeln auch schneller Stress-Symptome, die sie im Leben stark einschränken können.

 

 Hochsensibilität verstehen

Jeder Mensch nimmt Informationen aus seiner Umwelt auf und verarbeitet sie. Bei den meisten wird ein Großteil der Informationen jedoch aus der Wahrnehmung gefiltert. Dieser Filter ist bei hochsensiblen Menschen aufgrung neurobiologischer Besonderheiten weniger stark ausgeprägt als bei nicht hochsensiblen Menschen. Hochsensible nehmen sehr viel mehr Informationen auf, sowohl von ihrer Umwelt als auch von sich selbst. Sie nehmen feine Einzelheiten in einem viel größeren Spektrum wahr.

Der Begriff HSP = Highly Sensitive Persons wurde von der amerikanischen Psychologin Elaine Aron während langjähriger Forschungsarbeit geprägt. Sie versteht Hochsensibilität als Persönlichkeitsmerkmal und setzt sich stark für eine positive Bewertung ein. Bereits Jerome Kagan, Alice Miller, C.G. Jung und I. Pawlow beschäftigten sich mit der Erscheinung der erhöhten Sensitivität.

Hochsensibilität ist keine Krankheit.

Durch ihre hohe Erregbarkeit, Ihren großen Perfektionismus und eine ausgeprägte Gewissenhaftigkeit, kommen sie schwer zur Ruhe. Einige fühlen sich permanent unter Strom. Nicht selten landen Hochsensible früher oder später im Burnout.

Hochsensibel - Sensitiv sein bedeutet, in jeder gegebenen Situation weitaus höhere Datenmengen zu erfassen und zu verarbeiten, als andere.

Folglich neigen HSP zu Überstimulation - dem unangenehmen Zustand der Überreizung, sind schnell erschöpft, geraten unter Stress und möchten sich von der Außenwelt abschirmen.

Andererseits ist ihr inneres und äußeres Wahrnehmen genau dadurch so reich an Details und Tiefe.

Manchmal ist ihr Gehirn allerdings nicht in der Lage, die dadurch entstehende Reizüberflutung angemessen zu verarbeiten.

Viele Hochsensible Menschen werden schnell als dünnhäutig und empfindlich abgestempelt. Viele Betroffene brauchen nicht selten viel Zeit um Situationen zu verarbeiten. Dies kann unter anderem zu einem höheren Rückzugs und Schlafbedürfnis führen.

 

Warum beobachte und fühle ich Dinge, die die anderen übersehen?

Warum nehme ich die Dinge anders wahr als die anderen?

Warum leide ich mehr als der Rest?

,,Sei nicht immer so empfindlich" , ,,Du bist aber kompliziert", ,,Mimose" - die Bezeichnungen und Redewendungen, mit denen sensible Menschen belegt werden sind wenig schmeichelhaft.

Hochsensible Menschen besitzen eine sehr vielschichtige und detailiertere Wahrnehmung, denken gründlich und meist länger nach, bevor sie handeln. Sie besitzen eine erhöhte Reflexionsfähigkeit, sind meist mitfühlend, klug, intuitiv und kreativ.

Sie sind umsichtig und gewissenhaft.

Hochsensible Personen fühlen sich schlichtweg einfach häufig ,,überwältigt", sei es von zwischenmenschlichen Gefühlen, starken Geräuschpegeln, zu intensiven Gerüchen oder an einem Übermaß an anderen äußeren Reizen.

Auch wenn hochsensible Menschen wegen ihrer Sinne schnell überwältigt und damit auch anfälliger sind, so sind sie gleichzeitig auch privilegiert, da sie fühlen, was andere nicht wahrnehmen können. Sie besitzen eine viel feinere und tiefere Art zu fühlen und die Welt über ein scharfsinniges neurosensorisches System wahrzunehmen. Für gewöhnlich verbringen sie den größten Teil ihres Lebens, ohne zu wissen, dass sie dieser privilegierten Gruppe von Menschen angehören, die anders auf die Welt blickt, die mehr ,,sehen". 

Sie sind einfach ,,offener", aber gleichzeitig auch viel verwundbarer.

 

Zum Hochsensibel Test hier: HSP TEST

 

Solltest du hochsensibel sein, ist es wichtig, dass du erkennst, dass Hochsensibilität keinen Grund darstellt, das du dich komisch oder anders fühlst.

Ganz im Gegenteil, du kannst dich glücklich schätzen.

Jeder Hochsensible sollte lernen aus vollem Herzen mit dieser wundervollen Gabe zu leben.

 

Etwa 15 bis 20 Prozent der Menschen gehören zu den hochsensiblen Persönlichkeiten.

Daher dürften zweifellos einige deiner Bekannten, Angehörigen und Kollegen hochsensibel sein. Oder vielleicht

bist du es ja sogar selber.

* Wie kann ich Hochsensibilität erkennen?

* Was sind typische Merkmale?

* Welche Hilfen gibt es für den Umgang mit dieser wertvollen Veranlagung?

 

 

Bei Hochsensiblen Menschen treten sehr häufig folgende Eigenschaften auf:

 

* sehr detailreiche Wahrnehmung

* Intensives Erleben von Kunst und Musik

* sehr ausgeprägtes Langzeitgedächtnis

* ausgeprägtes intuitives Denken, häufig verbunden mit lateralem und multiperspektivischem Denken

* langer emotionaler ,,Nachklang" des Erlebten

* ausgeprägte Fähigkeit zu Reflexion (sowohl über die äußere als auch die eigene innere Welt)

* ausgeprägte subtile Wahrnehmung 

* vielschichtige Phantasie und Gedankengänge

* hohe Begeisterungsfähigkeit; sehr vielseitige Interessen

* gleichzeitige Wahrnehmung vieler Details einer Situation bei hoher Verarbeitungs- und Verknüpfungstiefe, kann unter Umständen neue Wahrnehmungsbereiche und ungewöhnliche Zusammenhänge und Sichtweisen erschließen

* psychosoziale Feinwahrnehmung ( Stimmungen, Befindlichkeiten und Emotionen anderer Menschen werden leichter und detaillierter erkannt

* deutlich stärker beeinflussbar durch Stimmungen anderer Menschen

* erhöhte Schmerzempfindlichkeit

* Denken in größeren Zusammenhängen

* Harmoniebedürfnis

* Gewissenhaftigkeit

* Verantwortungsbewusstsein

* oft andere Werte wie Ehrlichkeit, Freiheit, Vertrauen wichtiger, als der Schein und der Erfolg

* Neigung zu Selbstkritik und Perfektionismus

* hohe Eigenverantwortung und Wunsch nach Unabhängigkeit

* Meist vielschichtige komplexe und stabile Persönlichkeit

 

Wie schon gesagt, Hochsensibilität ist keine Krankheit! Hochsensibilität hat viele positive Seiten.

 

Die Hochsensiblen - sensitiven Menschen vollständig und umfassend in einer Kurzzusammenfassung zu beschreiben, ist nicht gut möglich.

Jeder ist individuell!

Jeder lebt seine Hochsensibilität auch auf seine ganz persönliche Art und Weise aus.

 

Hochsensitiv sein

 

Hochsensibel oder Hochsensitiv? Grundsätzlich sehe ich keine fachliche Unterscheidung, vielmehr sehe ich ausgesprochen individuelle Unterschiede, zwischen hoher Sensibilität und hoher Sensitivität. Natürlich haben sie unterschiedliche Bedürfnisse, die wahrgenommen und geachtet werden sollten.

Auf jedenfall geht die ausgeprägte Wahrnehmungsebene bei sensitiven Menschen über die körperlichen Reizwahrnehmungen mit den 5 Sinnen hinaus, den 6., 7., und 8., Sinn... Hochsensitive Menschen haben sehr spezielle Fähigkeiten.

Zum Beispiel ein ausgesprochenes gutes, empathisches Einfühlungsvermögen, Hell-Sehen, Hell-Hören, Hell-Tasten, Hell-Riechen und Hell-Schmecken.

 

Die erweiterte Wahrnehmung bei Kindern wird Anfangs oft von Ihren Familien in die Schublade Phantasie gesteckt. Den Kindern selbst fällt ihr Talent nicht sonderlich auf. Sensitive Kinder gehen davon aus, dass jeder Mensch die gleichen Dinge wahrnimmt. Somit sind sie völlig unvoreingenommen das sie etwas wahrnehmen, was nicht sichtbar ist.

Solange niemand ihnen in irgendeiner Weise vermittelt, dass dies gruselig, seltsam oder sonst irgendwie negativ sein könnte!

Dann ist es später für sie selbstverständlich, dass es Energien auch außerhalb unserer materiellen Welt gibt. Sie können ,,etwas" sehen, was andere nicht sehen, nicht wahrnehmen, nicht greifen können.

Sicher ist, es ist sehr verschieden und sehr individuell, wie weit und speziell etwas wahrgenommen wird.

 

Später in der Schule wird es meist immer schwieriger. Oft haben Sensitive das Gefühl das dass, was ihnen vermittelt wird, irgendwie nicht so richtig stimmt.

 

Hochsensitiv sein, bedeutet viel mehr Eindrücke zu verarbeiten als andere Menschen.

Viele unterdrücken ihre Wahrnehmungen dann und entwickeln körperliche und chronische Beschwerden. Nicht selten zeigen sie sogar Symptome, die sie teilweise von anderen Menschen übernommen hatten.

 

Hochsensitivität geht bei den meisten mit bewusstseinsverändernden Prozessen einher. Diese offenere Wahrnehmung ist angeboren, wird allerdings bei dem einen oder anderen erst später ausgelöst, beziehungsweise zeigt sich zum Beispiel durch den Verlust eines geliebten Menschen, oder durch Begleitung im Sterbeprozess, oder andere einschneidenden Veränderungen. Selbst eine komplette Ernährungsumstellung kann Auslöser sein. Oder die Sensitivität erscheint nach einer Bewusstseinsveränderung einfach aus dem Nichts.

 

Wichtig ist vor allem, das Menschen die über all diese individuellen wunderbaren Fähigkeiten verfügen, die eine Gabe besitzen, sehr wertvolle Beiträge überall in der Gesellschaft leisten können. Wieviele Sensitive bereichern ja schon auf allen Ebenen das Leben von nicht Sensitiven, nur sehen es die meisten nicht.

Leider ist unsere Gesellschaft nur auf Anpassung ausgerichtet.

Ob im Kindergarten, in der Schule und auch später im Leben, es gibt weniges was geeignet ist, die Andersartigkeit und Ungewöhnlichkeit eines Menschen zu förden oder lebbar zu machen. Im Gegenteil.

 

Wer sich aber diesen Zusammenhängen klar wird, beginnt dann plötzlich, seine Umwelt anders wahrzunehmen, lernt auch ( und das ist ganz wichtig! ), was gesunde Grenzen sind und wozu sie dienen und kann seine Andersartigkeit  Stück für Stück in sein Leben integrieren. Ohne die Fähigkeit zur Abgrenzung kann man sich selbst und die Beziehungen zu anderen Menschen nicht klar definieren und verliert die eigene Identität.

 

Es gibt immer etwas zu lernen oder zu erfahren, wenn wir uns dafür öffnen.

 

Du selbst hast es in der Hand, wie du dein Leben mit dieser Gabe gestaltest.

 

Wir allein entscheiden und bestimmen die Qualtität unseres Lebens.

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Sabine Sager-Schoski

 

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